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Theateraufführung in der Humboldthöhe
Seit einigen Jahren bringen Schülerinnen aus der Unterstufe der Marienschule einen Beitrag bei der Weihnachtsfeier in der Seniorenresidenz Humboldthöhe. Auch in diesem Jahr wurden wie wieder angefragt. Ene Gruppe von 16 Schülerinnen aus der Klasse 6d studierte ein kleines Theaterstück ein und trat bei der Feier am 17.12.2025 im großen Saal der Humboldthöhe auf.
Der Weg zum König
Zwei Schülerinnen rollen pantomimisch einen Teig aus.
Schülerin 1:
Gut, dass ich an meine Schürze gedacht habe. Sieh mal, auf deinem Pullover sind Mehlspuren.
Schülerin 2:
Nächstes Mal ziehe ich auch eine Schürze an. Mir geht es zu Hause oft so: schnell noch die Tomatensoße im Topf umrühren, damit sie nicht anbrennt und – zack – spritzt etwas auf meine Kleidung.
Zwei weitere Schülerinnen kommen hinzu.
Schülerin 3:
Fleißig, fleißig. Das duftet ja herrlich hier!
Schülerin 4:
Himmlisch! Da bekomme ich direkt Appetit. Auf dem Blech liegen schon gebackene Sterne und Tannenbäume. Ob ich einen probieren darf?
Schülerin 1:
Natürlich. Aber nur einen! Nimm mal bitte den. Da ist mir eine Zacke abgebrochen. Die anderen würde ich gerne alle in die kleinen Tüten packen.
Schülerin 4:
Sind die lecker! Da werden sich die Senioren im Pflegeheim aber freuen.
Schülerin 2:
Helft uns doch beim Verzieren.
Schülerin 3:
Hey, das ist ja eine vornehme Schürze: „Königliche Schlossküche“ als Aufschrift. Da muss ich direkt einen Hofknicks machen. Dann werden die Plätzchen 1a-Gaumenfreuden, oder?
Schülerin 1:
Mit Sicherheit! Danke für eure Hilfe! Ich dachte schon, ich schaffe es nachher nicht mehr pünktlich zur Tanzstunde.
Schülerin 2:
Übst du für den nächsten Hofball? Langsamen Walzer für den Prinzen?
Spaß beiseite! Wenn ich die große Krone auf der Schürze sehe, muss ich an die Könige in der Welt denken. Ist das denn überhaupt noch zeitgemäß? Und dann all dieser ganze Prunk bei Krönungen wie in England und Dänemark. Und dann die Skandale in Königshäusern.
Schülerin 3:
Schön sieht es ja aus.
Schülerin 4:
Ich schalte mal das Radio an. Vielleicht kommen ja zufällig Nachrichten von Royals.
Die Schülerinnen hören das Lied „Macht hoch die Tür“, 3. Strophe.
Schülerin 1:
Habt ihr das gehört? „O wohl dem Land, o wohl der Stadt, die diesen König bei sich hat, wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein …“ Da ist aber ein anderer König gemeint, keiner, der auf dem Bildschirm pompös im Rampenlicht steht. Hier geht es um Christus, den König und Herrn der Welt.
Schülerin 2:
Im Religionsunterricht haben wir letztens Weissagungen aus dem Alten Testament gelesen, in denen der Prophet Jesaja Jesus als Friedefürst ankündigt. Hört mal zu:
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Eine Schülerin (5) liest aus dem Buch Jesaja (9, 6-7) vor:
„Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Die Herrschaft wurde auf seine Schulter gelegt. Man rief seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. Die große Herrschaft und der Frieden sind ohne Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit, von jetzt an bis in Ewigkeit.“
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Schülerin 3:
So einen Friedenskönig kann man sich nur wünschen. – Jetzt im Advent dürfen wir um Frieden beten und uns auf den Weg zu ihm machen – wie damals die Hirten.
Schülerin 4:
Die Hirten hatten der Friedensbotschaft des Engels geglaubt und die Wegbeschreibung verstanden. Ich liebe die Verkündigung des Engels:
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Schülerin 6 trägt die Botschaft auf den Fluren Betlehems vor:
„Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll … Und das soll euch als Zeichen dienen; Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.“
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Schülerin 4:
Die Hirten sind damals voller Erwartung losgelaufen und am Ziel, dem kleinen König im Stall, angekommen. Ihr kennt ja die Geschichte aus der Bibel:
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Schülerin 7, 8 und 9 als Hirten verkleidet
Schülerin 7:
Unglaublich, was der Engel uns da gesagt hat. „Euch ist heute der Heiland geboren. Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.“
Schülerin 8:
Ein Stall! Wie armselig! So etwas passt eher zu uns einfachen Leuten. Und da soll der Heiland zur Welt kommen?
Schülerin 9:
Auf jeden Fall können wir uns im Stall sehen lassen mit unserer einfachen Kleidung und unseren schlichten Gaben: einem Lammfell, Schafsmilch, einer Laterne.
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Schülerin 3:
Ja, der Thron des Königskindes war eine Krippe, seine Residenz kein Palast, sondern ein einfacher Stall. Aber das Außerordentliche des Babys haben alle Besucher sofort erfasst. Wenn ich an die drei Könige denke …
Schülerin 4:
Der Stern von Betlehem hat sie auf ihrem Weg zum König geführt. Mit kostbaren Geschenken machten sie ihm ihre Aufwartung.
Lied: Stern über Bethlehem, 1. Strophe
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Schülerin 10, 11, 12, als Könige verkleidet mit Königsgaben
Schülerin 10:
Der Weg war weit. Ich bin gespannt auf den neu geborenen König.
Schülerin 11:
Passt bloß auf die Gefäße mit den wertvollen Gaben auf. Gold, Weihrauch und Myrrhe. (Die Könige halten nacheinander ihre Gaben hoch.) Das kann sich sehen lassen.
Schülerin 12:
Etwas abgelegen ist der Geburtsort ja schon, oder?
Schülerin 10:
Hier muss es aber sein. Der Stern weist uns zuverlässig den Weg.
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Schülerin 2:
Damals waren die Hirten und Könige Pilger der Hoffnung. Heute machen wir uns im Advent auf den Weg zum König. Geführt werden wir durch die Texte der Bibel (hält eine Bibel hoch) und durch viele Lichtzeichen. Ich überlege gerade, wie und zu wem ich in dieser Adventszeit auf dem Weg bin und was ich dem Königskind an Weihnachten schenke.
Schülerin 1:
Wir sind doch schon im Geschenkestübchen. Wir backen Plätzchen für die Senioren in der Humboldthöhe und machen ihnen damit eine Freude. Das freut auch das Jesuskind in der Krippe.
Schülerin 3:
Dann ist ja die Aussage auf deiner Schürze zutreffend, oder? „Königliche Schlossküche.“
Schülerin 4:
Liebe krönt. (setzt Schülerin 1 eine Königskrone auf) Es gibt so viele Möglichkeiten, einander gut zu sein und Freude zu machen.
Schülerin 1: wirft Schülerin 4 eine zweite Schürze zu.
Komm, mach mit in der Weihnachtsbäckerei.
Schülerin 3:
Ich mach mal das Radio an. Mit Musik geht alles besser.
Refrain : "In der Weihnachtsbäckerei"
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Im zweiten Teil des Auftitts wandten sich die Darstellerinnen in einer persönlichen Ansprache an die Seniorinnen und das Personal der Humboldthöhe. Für jeden hatten sie ein kleines Geschenk mit einem handgeschriebenen Gruß vorbereitet. Und auch die Schülerinnen der 6d wurden am Ende beschenkt.
Auch im neuen Jahr werden Schülerinnen mit Darbietungen auftreten. Die heiligen drei Könige werden dann einen längeren Part haben.