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SMS-Nachrichten

Schuljahresabschlussgottesdienst für die ganze Schulgemeinschaft in der Pilgerkirche

| Kath. Religion, 2025/26

„Mit Gott im Fluss“, so lautete das Motto des Schuljahreabschlussgottesdienst am 26. Juni 2026. Zu Beginn der Eucharistiefeier in der Pilgerkirche in Schönstatt erläuterten Schülerinnen der MSS 11 das Thema des Gottesdienstes, den sie unter der Kursleitung von Frau Harbort vorbereitet hatten:

„Mit dem Motto des heutigen Schuljahresabschlussgottesdienstes ‚Mit Gott im Fluss‘ möchten wir das Thema ‚Von der Quelle bewegt - Leben am Bach‘ des Jubiläumsgottesdienstes im Oktober 2025, der ein herausragendes Ereignis in unserer Schule war, noch einmal aufgreifen und so den Anfang und den Abschluss des Schuljahres thematisch verbinden. Unsere Marienschule wird durch ihre Lage am Bach, der mitten durch das Schulgelände und die Schule geht, zusätzlich ausgezeichnet. Dem messen wir durchaus eine gewisse symbolische Bedeutung zu. Wasser hat jedenfalls im religiösen Kontext eine hohe Symbolkraft.

Jeder von uns kennt Flüsse, sie bewegen sich ständig, manchmal ruhig und gleichmäßig, ein anderes Mal schnell und voller Kraft. In ihrem Lauf treffen sie auf Hindernisse, verändern ihre Richtung und finden dennoch ihren Weg zum Ziel. Auch unser Leben gleicht oft einem Fluss. Wir erleben schöne Momente, Herausforderungen und Unsicherheiten. In der Schule, verstärkt in der Oberstufe, stehen wir vor Veränderungen, Entscheidungen, neuen Wegen und Erfahrungen. Dabei fühlen wir uns oft sicher und getragen, aber mitunter auch orientierungslos und festgefahren.

So wie ein Fluss hat auch unsere Schule schon viel durchlaufen, wie am Schulgeburtstag dieses Jahr erkennbar war, und der Bach, der durch unsere Schule fließt, kann uns daran erinnern.

Das Motto ‚Mit Gott im Fluss‘ lädt uns heute dazu ein, darüber nachzudenken, wo Gott in unserem Leben vorkommt. Wir glauben, dass Gott da ist, wenn das Wasser ruhig und gleichmäßig in unserem Leben fließt, aber auch, wenn die Strömung stärker wird, mit ihm können wir nicht wirklich untergehen.

Lasst uns diesen Gottesdienst nutzen, um einen Moment innezuhalten, auf Gottes Wort zu hören und darüber nachzudenken, wie wir unser Leben, auch die Ferien und das kommende Schuljahr gemeinsam mit ihm gestalten können.“

Im Wortgottesdienst wurde der 23. Psalm gelesen sowie das Evangelium vom Sturm auf dem See (Mk 4,35-41).

„Wo Wasser ist, da ist Leben“, sagte Pfarrer Laskewicz in seiner Predigt und regte an, zu überlegen, wo Gott in diesem Fluss des persönlichen Lebensweges, der Familie und bei anstehenden Entscheidungen sei. Der Fluss lehrt uns Geduld und nicht aufzugeben, wenn dar Weg mühsam und steinig erscheint. Der Wasserlauf überwindet Hindernisse und formt das Land. Mit Gott werden wir – wie das Wasser – unseren Weg finden und Halt in seiner Gegenwart, auch wenn die Strömung stark ist – so Pfarrer Laskewicz. Mit dem Beginn der Ferien wechselt die Strömung. Vor uns liegt, in der Metaphorik von Psalm 23, der „Ruheplatz am Wasser“. Jetzt gelte es, Kraft zu schöpfen, um später wieder mit Mut, Geduld und Nächstenliebe durchstarten zu können und mit Gott ans Ziel zu kommen.

In den Fürbitten beteten die Schülerinnen in den Anliegen der Schulgemeinschaft, der Familien und der Menschen nah und fern:

  • Guter Gott, voller Dankbarkeit blicken wir auf das vergangene Schuljahr zurück. Wir danken Dir für die vielen gemeinsamen Erlebnisse, für die Freundschaften, die wir geschlossen haben, für unsere Erfolge, aber auch für die vielen Herausforderungen, an denen wir wachsen durften. Unser ganz besonderer Dank gilt Dir für die Feierlichkeiten, die wir zum 80jährigen Schulgeburtstag unserer Marienschule miterleben durften. Wir sind dankbar für Deine Nähe in dieser Zeit, die besonders im festlichen Jubiläumsgottesdienst spürbar war. Die Dankbarkeit, mit der wir auf die vergangenen Jahre an unserer Schule zurückzublicken, ist ein Ausdruck von Wertschätzung für etwas Gutes, das wir erhalten und erlebt haben. Darum bitten wir Dich: Hilf uns, auch in Zukunft mit einem dankbaren Herzen durch das Leben zu gehen und die Menschen, die uns begleiten wertzuschätzen und schenke uns Zuversicht für alles, was vor uns liegt.
  • Guter Gott, wir danken Dir besonders für unsere Eltern. Danke für ihre Liebe, ihre Fürsorge und ihre Geduld. Sie unterstützen uns, helfen uns, trösten uns und helfen uns, unseren Weg zu finden. Segne alle Eltern und Familien. Schenke ihnen Kraft für ihren Alltag, Freude miteinander und Vertrauen auf Deine Begleitung.
  • Guter Gott, wir danken Dir für die Gemeinschaft, die wir in der Schule erleben dürfen. Die Schule fördert unsere Neugier, unsere guten Ideen und unsere Bereitschaft, jeden Tag Neues zu lernen. Wir bitten Dich, schenke uns Freude am Lernen und lass uns unsere Fähigkeiten und Talente entdecken und entfalten und hilf uns, respektvoll miteinander umzugehen und füreinander da zu sein, besonders wenn jemand Hilfe und Trost braucht.
  • Durch unsere Schulpartnerschaft fühlen wir uns den Menschen in Burundi besonders verbunden. Viele von ihnen haben durch Erdrutsche und durch die Folgen der Abholzung ihre Lebensgrundlagen verloren. Auch der Zugang zu sauberem Wasser ist für zahlreiche Familien erschwert und bedroht. Wir bitten Dich, stärke die Menschen in Burundi in ihrem Alltag, schenke ihnen Hoffnung und Zuversicht. Segne alle, die sich für den Schutz von Menschen und Natur, den Wiederaufbau von Brunnen und eine sichere Wasserversorgung einsetzen. Hilf uns, uns für die Prinzipien der katholischen Soziallehre „Personalität, Solidarität und Subsidiarität“ einzusetzen.
  • Wir bitten dich für alle Schülerinnen, Lehrerinnen und Lehrer, die unsere Schule in diesem Jahr verlassen. Sie nehmen Abschied von einem vertrauten Ort, von Menschen, die ihnen ans Herz gewachsen sind und von vielen gemeinsamen Erfahrungen und Begegnungen. Begleite sie auf ihren neuen Wegen, schenke ihnen Mut für das Unbekannte und Dankbarkeit für alles, was sie erleben durften. Lass sie spüren, dass sie das Gute und Wertvolle ihrer Zeit an unserer Schule mitnehmen können und dass Deine Nähe sie auch dort begleitet, wo ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

Vor dem Segen brachten Fünftklässlerinnen Wünsche, die sie auf Wassertropfen aus Pappe geschrieben hatten, nach vorne. Schülerinnen aus der MSS 11 nahmen die Wassertropfen entgegen, lasen die Text vor und hefteten sie an eine Stellwand unter einer dort sich schon befindenden Wolke an:

  • Segne uns, damit wir, wie ein klarer Bach, Freude und Freundlichkeit zu den Menschen bringen und so neue Ufer erreichen.
  • Segne uns und lass uns auch in den Sommerferien mit Dir im Fluss bleiben, voller Freude, Hoffnung und Vertrauen auf Dich.
  • Segne die Menschen, die uns im kommenden Schuljahr begleiten, stärken und unterstützen.
  • Segne uns, damit wir offen bleiben für die Bedürfnisse anderer und wir mit ihnen Freude und Hoffnung teilen.
  • Segne uns, damit wir immer wieder Quellen der Kraft finden, wenn wir müde sind und Sorgen haben.
  • Segne uns, damit wir darauf vertrauen, dass Du mit uns unterwegs bist auch nach den Ferien im neuen Schuljahr.
  • Segne uns, damit wir wie ein Fluss Hoffnung weitertragen, Frieden stiften und mit Deiner Hilfe die Welt ein wenig heller machen.
  • Segne uns, damit wir und alle Menschen, die zu uns gehören, wie ein Wassertropfen im Fluss des Lebens immer von Deiner Liebe getragen werden.

Am Ende des Gottesdienstes wurde die Aufmerksamkeit auf eine Aktion für das Kinderhospiz gelenkt – auf der Homepage der Schule wurde davon berichtet – und für den Einsatz der Schulgemeinschaft für unsere Partnerschule in Burundi gedankt.

Nach dem Gottesdienst kehrten die Schülerinnen in die Schule zurück, wo sie ihre Jahreszeugnisse in Empfang nahmen. Den Augenblick, wie sie mit den Zeugnissen in der Hand in die Ferien liefen, hielt ein Fotograf für die Rheinzeitung fest. Am Samstag, den 27.06. erschien dann auch ein großes Foto und ein Artikel in der Rheinzeitung über die Ferienfreuden und -erwartungen der Schülerinnen.

Wir wünschen allen erholsame Ferien – mit Gott im Fluss.